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Von Rosapineta nach Trient – einmal anders als über die übliche Strecke

Eine überraschend schöne Alternative von **Rosapineta nach Trient**: Über die A31 bis Piovene Rocchette und anschließend durchs **Val d’Astico** über kurvige Bergstraßen, kleine italienische Ortschaften, beeindruckende Flussbetten und die Berge des Trentino. Eine landschaftlich wunderschöne Strecke mit tollen Ausblicken Richtung **Lago di Caldonazzo** – allerdings mit vielen Kurven, engen Ortsdurchfahrten und zahlreichen Geschwindigkeitskontrollen. Ideal für alle, die auf der Heimreise nicht nur

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Von Rosapineta nach Trient – einmal anders als über die übliche Strecke
Auf unserer Rückfahrt von Rosapineta Richtung Trient haben wir diesmal eine Strecke genommen, die wir vorher überhaupt nicht kannten.

Google Maps zeigte uns ungefähr die gleiche Fahrzeit an wie bei anderen Routen – also dachten wir uns: Warum nicht?
Und im Nachhinein müssen wir sagen: Landschaftlich war das wahrscheinlich eine der schönsten Strecken, die wir bisher in dieser Gegend gefahren sind.

Erst einmal ganz entspannt Richtung A31


Von Rosapineta ging es zunächst in Richtung Padua und dann weiter auf die Autobahn.
Irgendwann kamen wir auf die A31 Richtung Piovene Rocchette.
Und das war erst einmal richtig angenehm.
Die Autobahn war erstaunlich leer, es waren große Strecken mit 130 km/h erlaubt und wir konnten einfach entspannt mit Tempomat fahren.
Wir haben uns schon gedacht:

„Hey, cool – warum sind wir hier eigentlich noch nie gefahren?“
Die A31 endet in dieser Richtung bei Piovene Rocchette praktisch automatisch. Dort mussten wir die Autobahn verlassen und natürlich noch die Maut bezahlen.
Bei uns waren es, soweit wir uns erinnern, ungefähr 4,20 Euro – also wirklich überschaubar.
Und danach begann der eigentlich interessante Teil der Fahrt.

Plötzlich mitten im Val d’Astico


Ab Piovene Rocchette ging es auf die SP350 beziehungsweise später die SS350.
Die Straße führt durch das Val d’Astico, also das Astico-Tal zwischen Venetien und dem Trentino.
Und ab diesem Moment war die Fahrt komplett anders.
Keine Autobahn mehr.

Stattdessen Berge, kleine Ortschaften, enge Straßen, Kurven und immer wieder der Fluss Astico beziehungsweise sein breites Flussbett neben der Straße.

Wir kamen unter anderem durch Gegenden rund um:

Rutello – Arsiero – Pedescala – Lastebasse – Busatti – Nosellari – Buse – Carbonare.

Und ganz ehrlich: Teilweise sieht es dort aus, als würde man durch eine Postkarte fahren.

Das Flussbett direkt neben der Straße



Besonders schön fanden wir das Flussbett, das immer wieder neben der Straße auftaucht.

An manchen Stellen war richtig schönes, blaues und klares Wasser zu sehen.

An anderen Stellen war das Flussbett dagegen fast vollständig trocken.

Wir haben irgendwann sogar angehalten und sind ein Stück hinunter ins Flussbett gegangen.

Die Kinder konnten dort ein wenig herumlaufen und spielen und für uns war es einfach eine schöne ungeplante Pause mitten in den Bergen.

Genau solche Stopps sind meistens die, an die man sich hinterher am längsten erinnert.

Wunderschöne kleine Orte – aber teilweise richtig eng



Die Ortschaften entlang der Strecke haben uns ebenfalls überrascht.
Teilweise fährt man durch kleine Häusergruppen und Dörfer, bei denen die Straße mitten zwischen den Häusern hindurchführt.
Manchmal wird es ziemlich eng.
Mit einem normalen Auto überhaupt kein Problem.
Mit einem größeren Wohnmobil oder vor allem mit einem Wohnwagen würde ich persönlich allerdings vorher überlegen, ob ich genau diese Strecke fahren möchte.

Uns kamen tatsächlich ein Wohnmobil und auch ein Gespann mit Wohnwagen entgegen.
Wir haben nur gesagt:
„Na dann – viel Spaß auf den nächsten Kilometern.“
Durchkommen kann man natürlich. Aber gemütlich ist etwas anderes.
Große Lkw sind uns auf dem bergigeren Abschnitt übrigens kaum beziehungsweise gar nicht begegnet.

Und ganz wichtig: Geschwindigkeit!



Was einem auf dieser Strecke sehr schnell auffällt:
Es gibt unglaublich viele Geschwindigkeitskontrollen beziehungsweise Blitzeranlagen.
Teilweise standen gefühlt überall kleine Kästen.
In einer Ortschaft kamen sogar mehrere innerhalb kürzester Entfernung hintereinander.
Da haben wir nur noch gedacht:
„Ach du Scheiße – hier sollte man wirklich ganz genau auf die Geschwindigkeit achten.“

Und das sollte man sowieso.
Nicht nur wegen möglicher Blitzer.
Die Strecke führt durch bewohnte Orte, es gibt enge Kurven, Einfahrten und teilweise wenig Übersicht.

Also wirklich:
Fuß vom Gas und die Landschaft genießen.
Das ist sowieso keine Strecke, auf der man Zeit gewinnen sollte.

Ab Busatti wurde es richtig interessant


Unser persönliches Highlight begann ungefähr im Bereich Busatti.
Ab dort geht die Strecke weiter Richtung Trentino und wird zunehmend bergiger.
Über Nosellari ging es weiter Richtung Buse und Carbonare.
Jetzt kamen deutlich mehr Steigungen, Kurven und Höhenmeter.

Links.

Rechts.

Hoch.

Runter.

Die klassische Bergstraße.

Und teilweise geht es neben der Fahrbahn auch ordentlich bergab.

Man sollte also schon konzentriert fahren.

Wer Pass- oder Bergstraßen gerne fährt, dürfte hier ziemlich viel Spaß haben.

Wer damit überhaupt keine Erfahrung hat, sollte einfach langsam und entspannt fahren.

Ein guter Magen ist von Vorteil …



Bei uns hat die Strecke leider auch zwei kleine Opfer gefordert.

Eine unserer Töchter musste sich irgendwann übergeben.

Später, Richtung Trient, erwischte es dann auch noch unsere zweite Tochter.

Und wir waren offenbar nicht die einzigen.

An mehreren Stellen standen andere Autos – darunter auch deutsche Urlauber – am Straßenrand und machten Pause.

Bei einer Strecke mit ständig:

links – rechts – hoch – runter – Kurve – nächste Kurve

kann das eben irgendwann auf den Magen schlagen.

Obwohl ich wirklich ruhig gefahren bin.

Schnell fahren kann man dort teilweise sowieso nicht.

Deshalb unser Tipp für Familien:

Wenn eure Kinder bei Serpentinen empfindlich sind, lieber regelmäßig Pause machen und nicht mit vollem Magen in diesen Abschnitt starten.

Carbonare – oben angekommen



Irgendwann erreichten wir Carbonare.

Google Maps bezeichnete einen Punkt dort bei uns als „La Segheria“.

Carbonare liegt bereits auf ungefähr 1.000 Metern Höhe.

Man merkt also irgendwann:

Jetzt sind wir wirklich oben.

Von hier führt die Strecke anschließend über die SS349 della Fricca wieder Richtung Trient.

Und plötzlich verändert sich die Landschaft erneut.

Lago di Caldonazzo und die Valsugana



Auf dem weiteren Weg Richtung Trient bekommt man immer wieder fantastische Blicke hinunter ins Tal.

In der Region liegt der wunderschöne Lago di Caldonazzo.

Dieses intensiv blaue Wasser zwischen den Bergen ist schon beeindruckend.

Zusammen mit den Bergen, kleinen Orten und Straßen, die sich an den Hängen entlangziehen, versteht man schnell, warum die Gegend rund um Caldonazzo und Levico bei Urlaubern so beliebt ist.

Weiter unten liegt außerdem der Lago di Levico.

Die gesamte Gegend gehört zur Valsugana, einem der landschaftlich schönsten Täler im Trentino.

Und wenn man vorher kilometerlang durch enge Bergtäler gefahren ist und plötzlich dieser riesige Blick ins Tal aufgeht, ist das schon ein besonderer Moment.

Tunnel, Berge und danach Weinberge



Unterwegs ging es auch durch kurze Tunnel und anschließend immer weiter bergab Richtung Trient.

Je näher wir Trient kamen, desto mehr veränderte sich die Umgebung erneut.

Aus den engen Bergtälern wurden breitere Hänge.

Und irgendwann kamen die Weinberge.

Überall an den Berghängen ziehen sich die Reben entlang.

Zusammen mit den kleinen Orten rund um Trient ergibt das noch einmal ein komplett anderes Landschaftsbild.

Kurz vor Trient, ungefähr im Bereich Valsorda/Villazzano, wurde es dann noch einmal ziemlich kurvig.

Und genau dort hatte der Magen unserer zweiten Tochter endgültig genug.

Würden wir diese Strecke wieder fahren?



Ja – definitiv.

Aber nicht unbedingt jedes Mal.

Wer möglichst schnell und entspannt Kilometer machen möchte, nimmt wahrscheinlich lieber eine klassische Autobahnroute.

Wer dagegen sagt:

„Wir haben Urlaub. Wir wollen auch auf der Fahrt etwas sehen.“

… für den ist diese Strecke eine echte Alternative.

Gerade die Kombination ist interessant:

Rosapineta und die venezianische Ebene
→ Autobahn A31
→ Piovene Rocchette
→ Val d’Astico
→ kleine Bergorte
→ Flussbett
→ Busatti
→ Buse
→ Carbonare
→ Fricca
→ Valsugana
→ Weinberge
→ Trient.

Man erlebt innerhalb weniger Stunden extrem unterschiedliche Landschaften.

Unsere Tipps für diese Route



⛽ Vorher tanken

Wir würden nicht mit fast leerem Tank in die Berge fahren. Tankmöglichkeiten gibt es natürlich in der Region, aber eben nicht gefühlt alle fünf Kilometer wie an einer Autobahn.

🤢 Reisetabletten beziehungsweise Pausen einplanen

Vor allem mit Kindern, die auf Serpentinen empfindlich reagieren.

🚗 Geschwindigkeit beachten

Viele Ortsdurchfahrten, enge Stellen und sehr viele Geschwindigkeitskontrollen.

🚐 Mit Wohnmobil oder Wohnwagen vorher überlegen

Machbar – aber manche Stellen sind eng und kurvenreich.

📸 Zeit für Stopps einplanen

Nicht einfach durchfahren.

Wenn irgendwo ein schöner und sicherer Platz zum Halten ist: anhalten.

Genau dafür lohnt sich die Strecke.

🌄 Nicht als schnelle Abkürzung betrachten

Das ist für uns eher eine kleine Panoramafahrt als eine Strecke, die man nimmt, um möglichst schnell am Ziel zu sein.

Unser Fazit



Wir sind eigentlich nur diese Strecke gefahren, weil Google Maps uns ungefähr dieselbe Reisezeit angezeigt hatte.

Am Ende wurde daraus eines der überraschenden Highlights unserer Fahrt.

Berge, kleine italienische Ortschaften, blaues Wasser im Flussbett, Serpentinen, Tunnel, der Blick Richtung Lago di Caldonazzo und später die Weinberge rund um Trient.

Eine Strecke, die wir vorher überhaupt nicht auf dem Schirm hatten.

Und vielleicht genau deshalb so besonders war.

Wer Passstraßen mag und von Rosapineta beziehungsweise Rosolina Mare Richtung Trient fährt und einmal etwas anderes sehen möchte als die üblichen Routen, sollte sich die Strecke über Piovene Rocchette – SP350/SS350 – Carbonare – SS349 – Trient zumindest einmal anschauen.

Nur drei Dinge sollte man mitbringen:

einen ausreichend vollen Tank, Zeit – und einen guten Magen. 😄

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